Wohnwagen Fotovoltaikanlage

Vor ca 3 Tagen erhielt ich von Thedy einen Karton :

Der Karton mit den beiden Solarpanels

mit zwei 12 Volt Solarpanels :

Erster Blick in den Karton der Solarpanels

Das diese beiden Solarpanels nicht mehr so lange wie bis anhin ungenutzt im Karton schlummern werden, war mir bereits klar.
Da meine ‘Stromanlage’ in meinem Funkanhänger bereits gut aufeinander abgestimmt ist, war auch klar, das ich diese beiden Panels nicht selbst verwenden werde.
Des weiteren bat mich Thedy die Panels erst zu testen, da es nicht die neuesten sind, und noch nie wirklich im Einsatz waren.

Daher machte ich mich heute an das Testen.
Da im Anhänger alles zur Verfügung steht, wurde das Soft-Solarpanel auf dem Anhänger vom Solarladeregler dieses Typs :

Solarladeregler Votronic MPP 165 Duo Digital

getrennt.
Nun wurden die beiden Panels aus dem Karton befreit :

Beide Solarpanels nebeneinander

Auf der Rückseite fand ich das Dattenblatt zu den Panels :

Datenblatt der Solarpanels

Welches für beide Panels indentisch ist. So wie die Anschlussdosen :

Anschlussdose der Solarpanels

Nun wurde das erste Panel alleine an den Solarladeregler angeschlossen :

Erstes Solarpanel angeschlossen

Worauf das Display des Ladereglers 49 Watt anzeigte :

Abgegebene Leistung (Watt) des ersten angeschlossenen Solarpanels

Danach das zweite Panel alleine angeschlossen, auch dieses lieferte 50 Watt.
Auch wenn nach Datenblatt bis max. 66.2 Watt angegeben ist, sind die 50 Watt auf alle Fälle ein sehr guter Wert, wenn man die nicht optimale Ausrichtung und das alter der Panels berücksichtigt.
Gemäss Datenblatt wird die max. Leistung des Solarladeregler von 165 Watt nicht überschritten, wenn ich die beiden Panels parallel zusammen an den Regler anschliesse.
Wie hängt man die Panels parallel zusammen ?

Schaltung parallel

Danach zeigte mir das Display 65 Watt an :

...ergeben zusammen diese Leitung ?

Eigentlich hätte ich jetzt 100 Watt erwartet ?
Wie weit sich bei der parallelen Anschlussart der MPP-Regler vielleicht eher negativ auswirkt, entzieht sich (noch) meinem Wissen…
Jetzt musste ich aber eh zu einem Kollegen fahren, um dort noch etwas zu erledigen. Darum legte ich die beiden Panels hinter dem Anhänger auf den Boden :

Beide Solarpanels seriell angeschlossen...

Ich nahm mir vor um die Mittagszeit wieder zurück zu sein, den dann steht die Sonne am höchsten Punkt, wodurch auch die Leistungsausbeute am höchsten sein dürfte.
Um 12:30 Uhr war ich wieder bei den Panels, und da schaute ich erst kurz auf das Display welches nun 78 Watt anzeigte. Die Ausrichtung scheint nun besser zu sein, aber trotzdem war mir auch dieser Wert zu niedrig.
Kann ich die beiden Panels auch seriell an den den verwendeten Solarladeregler anschliessen ?
Dazu musste ich mir erst mal das Datenblatt des Votronic MPP 165 Duo Digital genauer ansehen, da fand ich die max. Leerlaufspannung (Voc) von 50 Volt.
Tja könnte knapp werden wenn man da auf dem Datenblatt der Panels 26.3 Volt liest ?
Beide in Serie gehängt wären das summa summarum 52.5 Volt !
Wie hängt man die Panels seriell zusammen ?

Schaltung seriell

Also erst mal die beiden Panel seriell verkabelt, und mit dem Multimeter die Spannung gemessen :

Spannung der beiden Solarpanels in Serie zusammen geschlossen

Das passt doch, liegt auf alle Fälle unter 50 Volt.
Also rein mit den beiden Kabeln in die Klemme des Solarladereglers, und schnell auf den Display schauen :

...ergeben zusammen diese Leitung !

:-) :-) :-)
Das gefällt viel besser !

Scheint also besser zu sein die Panels seriell anzuschliessen.
Aber da muss dann eben auf die Leerlauf-Spannung geachtet werden, das der Laderegler nicht beschädigt wird.

Das wichtigste ist sicher das mit diesem Test klar wurde das diese Panels noch lange nicht zum alten Eisen gehören, und noch sehr gut verwendet werden können.

Nur aus weiser voraussicht :
Es ist bereits klar wem ich diese Panels weitergeben werde, nicht das sich hier Abnehmer melden !

Meine Schwester hatte gerade vor wenigen Tagen eine 12 Volt Batterie mit 250 AH Kapazität, für Ihr neues Fotovoltaik-Wohnwagen-Projekt bestellt. Sodass diese in absehbarer Zeit mit den beiden Solarpanels, und einem Laderegler die Batterien mit der Sonne auftankt.
Allerdings wird die Anlage erst mal bei Ihr zu Hause im alten Wohnwagen installiert, damit sich meine Schwester erst mal ein “Gefühl” zur Thematik machen kann.


Kommentare

Wohnwagen Fotovoltaikanlage — 4 Kommentare

  1. Da es diesen Freitag bis Sonntag mit Regula ins Berner-Oberland geht, musste erst mal geklärt werden ob die beiden Solarpanels auch Platz im Auto haben ?
    Ohne den Karton konnte ich die beiden Panels mit den Massen 120 X 45 cm, gerade noch quer in den Fussbereich vom Rücksitz platzieren.

    Weiter musste ich überlegen wie ich die Panels am besten auf die Dachkonstruktion des Wohnwagens in Mitholz montieren kann ?
    Klar war auch das ich da nicht nur Dachlatten verwenden wollte, sondern das ich irgendwie eine Profilschiene auftreiben musste.
    Deshalb schauten wir bereits gestern bei uns im Bau & Hobby in Würenlingen vorbei.
    Hier fanden wir wir die sogenannte “EKU Schiene Typ 60/100 Aluminium 200 cm“, die eigentlich für Schiebetüren angeboten wird, sich aber auch für meinen Zweck verwenden lässt.
    Nur die Länge von 2 Metern hinderte uns daran das Teil gleich zu kaufen, den sonst hätte unser Hund Mira wohl nicht mehr auf dem Rücksitz liegen können. Also nahm ich Abends Kontakt mit Silvia auf, um Sie zu fragen ob Sie eine solche Schiene in Ihrer Region beschaffen könne ?
    Natürlich erklärte ich auch wie ich mit dieser Schiene die Panels montieren möchte. Den hatte ja bereits die Panels auf Thedy’s VW-Bus montiert. Auch da wurde mit einer selbstgemachten Klemmvorrichtung, da allerdings mit jeweils zwei Schrauben an jeder Ecke des Panels, an den Dackträger montiert.

    Dank der gefundenen Schiene brauch ich da nur jeweils eine Schraube.
    Dank der durchgezogenen Nut an der Profilschiene :

    EKU Schiene Typ 60/100 Aluminium 200 cm

    Kann ich in die Schiene eine Metallplatte mit M8 Gewindeloch schieben, und mittels einer Schraube und der zweiten Platte, die Panels am Rahmen festklemmen. Hier ein Bild meiner Klemmvorrichtungen :

    Klemmvorrichtung um die Panels auf die EKU Schiene zu montieren

    Natürlich werden die beiden Panels gegenseitig verschraubt, sodass ich mit vier Befestigungspunkten auf die Schiene genügend halt erreichen dürfte.

    Ein Solarladeregler Namens “Steca PR 3030″ von den Schopfi’s, ist bereits bei Silvia eingetroffen, und von mir beim letzten Besuch montiert worden.

    Solar-Laderegler 12 V, 24 V 30 A Steca PR 3030

    Sodass die Test-Solaranlage für Silvia langsam Formen annimmt…

  2. Obwohl die letzte Nacht doch recht kurz war, aber für morgen der Wetterbericht Regen angesagt hat, montierte ich die beiden Solarpanels bereits heute auf die Schienen.
    Natürlich schloss ich die beiden Panels mit Kabel für parallel Betrieb zusammen, da mit dem momentanigen Solarladeregler dies die bessere Variante ist.
    Danach musste das ganze mit Hilfe von Regula und Silvia auf die Dachkonstruktion des Wohnwagens gewuchtet werden.
    Gleich noch das Kabel gezogen, um die beiden Panels erstmal provisorisch an den Solarladeregler anzuschliessen.

    Die beiden Solarpanels auf der Dachkonstruktion des Wohnwagens

    Allerdings hatte ich Angst das Dach zu betretten, da ich aus dem Wellblechdach nicht ein Flachdach machen wollte ;-)
    Darum wurde die Konstruktion erst Abends als Heinz (Silvia’s Mann) vom Arbeiten kam, auf dem Dach verschraubt, und das Kabel zum Laderegler fest verlegt.

  3. Der Wetterbericht behielt recht, und heute Samstag regnete es bereits von Vormittag an den ganzen Tag.
    Aber Zwischendurch konnte ich ab und an mal einen Blick auf das Display des Ladereglers werfen, und sah das teilweise doch 3 Ampere Ladestrom in die Batterie floss.

    Abends als wir in der gemütlichen Stube sassen, fragte mich Silvia wegen dem Einbau des Wechselrichters, welchen Sie noch aus der alten Zeit vom Berggasthaus Heimritz als Notersatz erhalten hatte.
    Ich meinte das ich den vorliegenden Wechselrichter während des Tages mal ausgepackt und angeschaut hätte, und dabei feststellte das eine Mutter für den Anschluss der 12 Volt Stromversorgung fehle. Dies alleine wäre sicher kein K.O. Kriterium für das Billigteil (sehr wahrscheinlich aus einem Baumarkt) gewesen, aber leider ist dies kein Sinus-Wechselrichter !
    Zusätzlich machen aber auch die relativ dünnen 12 Volt Anschlusskabel für diesen Billig-Wechselrichter, auf dem zu lesen war das er eine Dauerbelastung auf der 240 Volt Seite von 500 Watt, und eine kurzzeitige Maximalbelastung von 1000 Watt bringen soll, nicht gerade glaubwürdig !
    Auch die integrierte Sicherung von 30 Ampere zeigt meinen Erfahrungen, das die angegebenen Werte nicht stimmen können.
    Silvia bestätigte mir das dieser Wechselrichter nicht für einen Einschaltstrom von Kühlschränken geeignet sei, und auch die kurzzeitige Belastung mit 1000 Watt wohl eher nicht stimme.

    Aus eigenen Erfahrungen wissen meine Schwester und ich das die Schweizer Firma Studer Innotec für profesionelle Anlagen einer der wenigen Anbieter ist. Den in Silvia’s Heimritzer Jahren montierten wir dort einen Studer-Wechselrichter mit 800 Watt, der seit Jahrzehnten bis heute ohne murren funktioniert.
    Selbstverständlich schlägt sich die sehr gute Qualität auch in den Preisen nieder.
    Aber für den ernsthaften Hobbyanwender, und Silvia’s Fotovoltaik-Projekt muss doch noch irgendwo ein weiterer Anbieter mit ein wenig günstigeren Preisen zu finden sein ?
    Im Jahre 2006 kaufte ich mir einen Solarladeregler für meinen Bienenanhänger, welcher im Gegsatz zum eigentlichen Bienenanhänger, heute noch als Laderegler für die Heimritzer WEB-CAM im Einsatz ist. Bereits damals wollte ich ein Gerät welches ich irgendwie an einen PC anschliessen konnte um die Daten aufzuzeichnen. Auch heute soll dies ein Kaufkriterium sein.
    Sowohl solche Laderegler wie aber eben auch Wechselrichter bietet die Firma IVT nach wie vor an.

    Welches Modell soll den nun gekauft werden ?
    Dazu muss man natürlich wissen was man schlussendlich alles machen will.
    Momentan geht es für Silvia darum ein “Gefühl” zu erhalten wie eine sogenannte Inselanlage, also eine eigenständige Stromversorgungsanlage welche ohne Netzanschluss auskommt, für Ihre Ansprüche dimensioniert sein muss.
    In Zukunft möchte sie eine solche Anlage z.B. auf einem Campingplatz betreiben, ohne dort den Netzstrom zu brauchen. Das heisst das Sie vielleicht ein bis zwei Tage alle zwei Wochen dort sein wird.
    Deshalb hatte Sie bereits eine 250 AH Batterie angeschaft. Nun kamen die beiden Gratis-Solarpanels, die mit dem momentanigen Laderegler (wird sehr wahrscheinlich noch durch einen MPPT-Regler von IVT ersetzt) maximal 9 Ampere Ladestrom liefern dazu. Beim Wechselrichter ist schon mal klar das dieser einen Wasserkocher der 1200 Watt verbraucht daran betreibbar sein muss. Auch der Einschaltstrom eines Kühlschrankes sollte für den Wechselrichter kein Problem darstellen.
    So war schnell klar das man gleich ein Modell mit 2000 Watt zulegt. Sodass wir über ELV nun den Wechselrichter DSW-2000/12Volt von IVT bestellt haben :

    IVT DSW-Wechselrichter 2000 W Frontseite

    IVT DSW-Wechselrichter 2000 W Rückseite

    • Bereits gestern traff das erste “Päckli” mit dem bestellten Wechselrichter bei meiner Schwester ein.
      Heute folgte das zweite mit dem 50 Quadratmillimeter Kabel, um den Wechselrichter an die Batterie anzuschliessen.

      Mal schauen wann ich wieder zu Ihr komme, um das ganze zu installieren…

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