Tschüss Baldingen, Bonjour Cormoret

Weil ich es wohl nie verstehen werde weshalb unser Haus in Baldingen nicht wie bis anhin weiter genutzt werden soll, und stattdessen verkauft werden musste, habe ich mir selbst das Ziel gesetzt am 30. April 2019 um 12 Uhr “abzuhauen”.

Heute ist der 30. April 2019 !

Wegen Verzögerungen, weil mein Traktor noch immer in der Reparatur ist, schaffte ich es nicht auf 12 Uhr los zu fahren :-(
Dank der Schopfis, die mir Ihren Deutz Traktor ausliehen, stand um 14:26 Uhr der “Feldwegzug” vor dem Haus in Baldingen zur Abfahrt in den Berner Jura bereit :
Der 'Feldwegzug' steht am 30.04.2019 um 14:30 Uhr in Baldingen zur Abfahrt bereit
Kurz nach der Verabschiedung ging es los, und ich absolvierte die ersten 50 Km der insgesamt ca. 130 Km langen Fahrt.
Noch die MAP der heute zurückgelegten Strecke :
Karte der Strecke am 1. Tag der 'züglete'
Bin schliesslich auf dem “Bölchen” beim “Chilezimmersattel” (auf Deutsch Kirchenzimmersattel) gelandet, wo ich meine erste Nacht verbingen werde.
Hier oben verbring ich die 1. Nacht meiner 'züglete' in den Berner Jura
Als ich von meinem Funkanhänger die Türe öffnete, fand ich Pfannen und zerbrochene Teller auf dem Boden verstreut vor ?
Mein “Chuchichästli” hat die holprige Strasse hier hoch leider nicht unbeschadet überstanden :
Mein 'Chuchichästli' mit Pfannen Tellern usw. ist bei holprigen Strassenverhältnissen in Mitleidenschaft gezogen worden...
Zuerst also im mitgenommenen Inventar einen Verband gesucht, konnte ich das ganze so reparieren :
... Verband um das 'Chuchichästli' ;-)
Hier oben war das Wetter herrlich, sodass ich diese Aussicht geniessen konnte :
Panorama vom Chilchzimmersattel hinunter ins Tal
Nach dem ich noch was gegessen hatte ging es um ca. 23 Uhr ins Bett, damit ich auch morgen wieder einige Kilometer abspulen kann.

2. Tag Mittwoch 01.05.2019

Bereits um kurz nach 5 Uhr aufgewacht erledigte ich die Morgentoilette, bevor ich das Morgenessen absolvierte.
Und weil ich nicht wüsste was ich da oben noch soll, den auch auf CB herschte Funkstille, bereitet ich alles für die weiterfahrt vor. Sah dann aber noch diesen herrlichen Sonnenaufgang :
Herrliches Morgenrot auf dem 'Bölchen'
Schliesslich startete ich um 7 Uhr zur nächsten Etappe :
Karte der Strecke am 2. Tag der 'züglete'
Gleich vorne weg, der Traktor lief viel zu schnell, und auch Verkehr hatte es heute wenig, daher schaffte ich es heute um 12 Uhr bereits an meinem neuen Domizil, im :
unterer Graffenrieder
2612 Cormoret

zu sein.

Auf alle Fälle tuckerte ich bei dieser Etappe von 7 Uhr bis 12 Uhr etwas über 70 Km ab.

Eigentlich erwartete ich zwischen Gänsbrunnen und Court den sagenumwobenen “Röstigraben”, stattdessen ging es aufwärts, bis zu dieser Wanderwegtaffel :
Wanderwegtaffel
'Feldwegzug' beim Binzberg
Das, wie zu sehen, bei strahlend blauem Himmel.
Hier oben wär nach meiner Kentniss noch der letzte Übernachtungsort bei der Tour gewesen, aber da es erst um 9 Uhr morgens war, und ich mich noch fit für die weiterfahrt fühlte, startet ich den Diesel und fuhr weiter.
Kurz danach fuhr ich auch an einer gemütlich aussehenden Beiz vorbei, die allerdings geschlossen hatte. So ging es nun wieder auf der anderen Seite des Binzberges runter, wo ich noch schnell dieses Foto aus dem Traktor ‘schoss’ :
Nach Court hinunter ins Nebelmeer
Auf welchem auch das Nebelmeer welches mich erwartet zu sehen ist :-(

Flott ging es weiter bis ich die Ortseinganstaffel von Reconvillier sah, und mal wieder einen kurzen Stop einlegte, um dem Navi die nächste Etappe anzugeben. Naja und da gab es nur noch eine, weshalb ich der Chefin vom neuen Arbeitsplatz, noch husch anrief um mein kommen kund zu tun.
Welche eben so erstaunt war, wie ich, das es nur noch 17 Kilometer bis zum Ziel sind.
Also wieder auf den Bock, doch kaum Gas gegeben sah ich eine Polizeikontrolle.
Aber die pflückten zum Glück Autos raus, sodass ich das Gaspedal voll durchtretten konnte.

War schon fast stolz das ich bis anhin die ganze Tour ohne Verfahrer schaffte, doch nach dem letzten Ort schickte mich das Navi erst ein Wanderweg hoch, wo ich zum Glück auf einer Wiese eine Kehrtwende machen konnte.
Einen weiteren Versuch später fuhr ich auf ein Bauerngehöf, wo mich eine hektisch winkende Bauersfrau zum halten zwingte, und mir erklärte das ich mit meinem ‘Feldwegzug’ hier nicht mehr weiter käme und wenden müsse.
Was es heisst mit zwei Anhängern am Berg zu wenden ohne einen Gartenzaun oder eine Hausmauer zu beschädigen, habe ich auch noch nie geübt. Aber nach einer viertel Stunde ging es abermals bergab.
Noch eine Karte mit meinen Verfahrern :
MAP von den Verfahrern fast am Ende der Tour
So konnte ich mich bei den Nachbarn auch gleich vorstellen, welche mit Interesse zuhörten als ich meine Reiseerlebnisse kundtat.

Für mich war indes klar was es heisst wenn man am Navi “kürzeste Route” einstellt, so fuhr ich nun im Zick-Zack auf der geteerten Strasse den Berg hoch, bis ich von weitem das Haus wiedererkannte, welches ich mit Turi (Bruder) beim vorstellungsgespräch kennenlernte.
So stand pünktlich um 12 Uhr der ‘Feldwegzug” davor :
Ankunft am 01.05.2019 um 12 Uhr am Ziel 'unterer Graffenrieder'
Ein Cervelats und eine Bratwurst lag bereits für mich auf dem Grill, so wurde ich bereits bestens empfangen :-P

Nach dem Essen zeigte mir die Vorgesetzt das definitive Zimmer welches ich nun beziehen könne, wenn ich die toten Fliegen von letztem Jahr weggesaugt hätte.
bot gleich noch an auch in den anderen Zimmern und im Massenlager die Dinger weg zu saugen, und auf meiner Seite auch gleich die Böden feucht aufzunehmen.

Mein Zimmer, im Original, von der ersten Blickrichtung :
Mein Zimmer im Original von der ersten Blickrichtung
Mein Zimmer, im Original, von der zweiten Blickrichtung :
Mein Zimmer im Original von der zweiten Blickrichtung
Nach dem putzten ging es daran meinen Krempel hochzutragen, sodass es in meinem Zimmer nun so aussieht :
Mein Zimmer, eingerichtet nach Aschi, von der ersten Blickrichtung
Mein Zimmer, eingerichtet nach Aschi, von der zweiten Blickrichtung
Draussen steht mein Funkanhänger der über Swisscom-Mobile das Internet empfängt, und das Freifunk-Wlan durch die Meter dicken Mauern “ballert”.
Scheint zumindest zu klappen das ich am Laptop auf dem Schreibtisch hier schreiben kann.

Um kurz nach 22 Uhr war ich müde, aber vor allem glücklich hier ohne Panne angekommen zu sein, so dass ich ins Bett ging.


Kommentare

Tschüss Baldingen, Bonjour Cormoret — 10 Kommentare

  1. Bereits vorgestern Abend wurde mir gesagt das ich dem Heizkessel ca. alle 3 Stunden Scheite nachlegen soll wenn ich es im Haus, in dem ich momentan alleine leb, warm haben wolle ;-)
    So tat ich das zwischen durch auch, bis ich um 20 Uhr Abend’s keine Gebläsegeräusche mehr vom Heizkessel hörte.
    Also hab ich reingeschaut, und da lagen nur noch angekokelten Scheiter drin ?
    Leider wurde mir nicht gesagt wie man den Heizkessel ansonsten bedient. Aber im Haus war es eh mehr als genügend warm…

    Trotzdem konnte ich gestern Morgen noch warm in meiner Dusche duschen :

    Dusche/WC im 'unteren Graffenrieder'

    Danach ging es in’s EG runter, wo ich in der Küche erst mal den Holzherd anfeuerte :

    Küche vom 'unteren Graffenrieder' ersten Blickrichtung

    Küche vom 'unteren Graffenrieder' zweite Blickrichtung

    Um 8 Uhr kam dann der Meinrad (dem ich als Alphilfe diesen Sommer zur Hand gehe) vom Talbetrieb vorbei. Ich erzählte ihm wegen dem Heizkessel, worauf er mir einen Schnellkurs gab.
    Danach skizzierte er mir den ganzen sömmerungsbetrieb mit den verschiedenen Weiden. Dies zum einen damit ich mal einen Überblick bekomme, aber auch um ein Journal wegen dem Blaken spritzen zu führen, natürlich wieder für die Behörden ;-)

    Danach ging es mit Meinrad’s Auto in den oberen Graffenrieder (Kuhstall). Hier wurde die Frontschaufel eines John Deer’s mit Pfählen, Motorsäge, Pfahlhamme, Stachel- und normalem Draht, sowie diversem Kleinmaterial beladen. Mit dem Traktor ging es dann in die erste Ecke des ca. 70 ha grossen sömmerungsbetriebs. Hier wurden die Zäune kontrolliert und wieder in standgestellt.
    Danach fuhren wir in eine andere Ecke, die uns sehr viel Zeit kostete, da anscheinend bereits letztes Jahr gepfuscht wurde, und wir über 100 Meter Stacheldraht aus einem sumpfigen Teil, mühsam heraus zerren mussten.
    Schliesslich schafften wir auch diesen Teil, um 12:30 Uhr als es zu regnen begann, abzuschliessen. Mit dem Traktor zurück zum oberen Graffenrieder, Frontschauffel bis auf die Pfähle ausgeladen, ging es zurück in den unteren Graffenrieder.
    Hier kochten wir uns ein Mittagessen vor allem mit viel Fleisch ;-)

    Da es weitere regnete zeigte mir Meinrad, auf meine bitte noch kurz das Blakenstechen, da es bereits Jahrzehnte zurückliegt seit ich das das letzte Mal gemacht hatte. Meinrad verabschiedete sich von mir, nach dem er sich erkundigt hatte ob ich das kommende Wochenende allein überstehen werden.

    Sicher werd ich das :-)
    Ich machte mich daran die Dachrinnen vom Laub zu befreien, und auch das Laub und die Äste vom Bergahornbaum gleich beim Haus zu entfernen.
    Um 16:30 Uhr konnte ich wie bereits besprochen meinen “Müllanhänger” definitiv neben das Haus parkieren.

    Danach noch ein leckers Tomatensüppchen gekocht, war ich körperlich so kaputt das ich mich in mein Zimmer zurückzog, und gegen 21 Uhr eingeschlafen bin.
    Die zweite Nacht also mehr als genügend geschlafen als ich um kurz vor 5 Uhr aus den Federn stieg.
    Und nirgens Muskelkater, trotz dem rauf und runter von gestern, und dem Stacheldraht aus der sumpfigen Wiese zerren :-)
    Eigentlich hatte mir gestern der Meinrad noch Blakenspritzmittel mitgebracht, aber wenn ich so nach draussen schaue :

    Am 03.05.2019 morgens um 8 Uhr sieht es nicht nach Blakenspritzen aus

    Da seh ich keinen Sinn das bei diesem Regenwetter zu erledigen.

    Obwohl ich eigentlich glubte mitbekommen zu haben das Meinrad heute nicht mehr kommt, hörte ich bald darauf sein Auto vor das Haus fahren.
    Er meinte das wir bei diesem schlechten Wetter im ‘oberen Graffenrieder’ bis am Mittag noch die diversen Metalltore zusammen montieren könnten, worauf wir auch sofort aufbrachen.
    Leider mussten wir einige Metallpfosten mit dem John Deer wieder gerade biegen, da die Tore sonst nicht passten.
    Trotzdem konnten wir diese Arbeit abschliessen, und uns zum Mittagessen einen garnierten Wurst-Käsesalat zubereiten. Nach dem Essen genehmigten wir uns noch eine gut halbstündige Mittagruhe.

    Danach ging es abermals in den ‘oberen Graffenrieder’, diesmal wollte Meinrad für die Säugerkälber im Stall etwas gescheiteres, als letztes Jahr, zusammen zimmern. Nach einigem an Kopfarbeit legten wir los.
    Draussen vor dem Stall lagen alte Telegrafenmasten, die wir zum verstemmen zwischen Läger und Deckenbalken mit der Motorsäge auf Länge zuschnitten.
    Als diese Telegrafenmasten am richtigen Ort standen, sägte Meinrad kerben ein, in welche die Tränkebarren eingepasst wurden.
    Ich staunte immer wieder über Meinrad’s Fähigkeiten aus zur Verfügung stehenden Mitteln das beste raus zu holen !
    So kann sich das Ergebniss, auch wenn wir es nicht mehr ganz fertig stellen konnte, absolut sehen lassen :

    Kälberteil im 'oberen Graffenrieder' am 03.05.2019 nachmittags gebaut

    Da es höchste Zeit war das Meinrad in seinen Feierabend kam, viel die Verabschiedung kurz aus.

    Über das Wochenende werde ich hier oben alleine Haushalten ;-)

  2. Freitags Abend habe ich mein Zimmer noch ein bischen aufgeräumt, sodass es auch einigermassen aussieht :

    Mein Zimmer, erste Blickrichtung, am 03.05.2019

    Mein Zimmer, zweite Blickrichtung, am 03.05.2019

    Danach ging es ins Bett, wo ich mittlerweile so gut Schlafe wie in damals in Baldingen.
    Trotzdem war ich Samstags morgen kurz vor 6 Uhr auf, und erledigte noch einige Mail’s.

    Um 8 Uhr morgens startete ich Richtung St. Imier, den heute war für mich Einkaufstag. Vom Vorstellungsgespräch her wusste ich das es da einige Läden wie Coop, Migros und auch eine Raiffeisenbank gab.
    Nur hatte ich damals nicht aufgepasst als Turi sein Auto auf dem Parkplatz gleich beim Coop abstellte, wie das funktionierte. Auf alle Fälle war es Blaue Zone, doch leider fand ich auf dem Trekker der Schopfis nirgens eine Parkscheibe ;-)
    Sodass ich wohl oder übel einen anderen Parkplatz suchen musste, der aber am anderen Ende des Städchens lag.
    Aber egal ich hatte ja den grossen Rucksack mitgenommen, mit dem ich meine Einkäufe auch weiter bequem tragen konnte.
    So ging es erst mal Lebensmittel einkaufen. Als ich mit prall gefülltem Rucksack richtung Traktor zurückwanderte, ist mir ein Sportgeschäft aufgefallen, welches Trekkingschuhe im Angebot hatten. Also rein in das Geschäft, wo ein junger Verkäufer auf mich zu kam. Ich begrüsste ihn mit “Bonjour” und fragte ob er vielleicht auch Deutsch spreche, ein klares “No” war die Antwort. Trotzdem versuchte ich Ihm mit Händen und Füssen klar zu machen das ich noch ein paar gute Schuhe für die Alp bräuchte.
    Irgendwie verstanden wir uns trotz der Kommunikationsschwierigkeiten, sodass ich nach einer halben Stunde ein paar gute Schuhe für z Berg mein eigen nennen konnte.
    Zurück zum Traktor, und wieder rauf auf die Alp, war es mittlerweile bereits 11:30 Uhr.
    Etwas kaltes zum Mittag gegessen, ging es um 13 Uhr wieder runter ins Tal, diesmal aber in die andere Richtung, wo es zwar nur kleinere Dörfer gibt, aber als ich her fuhr, bemerkt ich eine “Landi” im Dorf.
    Hier probierte ich die verschiedenen Filzhut grössen durch, diesen Typ hatte mir Silvia (Schwester) gegeben, als Sie mich gestern um meine Kopfgrösse gebeten hatte. Somit weiss ich nun auch meine Kopfgrösse ;-)
    Noch ein zwei Dinge eingekauft, ging es abermals zurück nach Hause.

    Mittlerweile war bereits 15:30 Uhr und es wurde immer dunkler, bis um 16:21 Uhr dicke Schneeflocken vom Himmel fielen :

    Am 04.05.2019 um 16:21 Uhr fängt es stark an zu schneien

    Und um 17:07 Uhr war auf den Wiesen klar Schnee zu erkennen :

    Am 04.05.2019 um 17:07 Uhr liegt auf der Wiese bereits Schnee

    So schneite es den ganzen Abend, zwar nicht mehr so stark wie Anfangs aber trotzdem einige Zeit.
    Schliesslich ging ich an diesem Samstag kurz nach 22 Uhr ins Bett.

    Sonntag morgen um 6:14 Uhr fotografierte ich dieses Bild :

    Blick nach draussen am 05.05.2019 um 06:14 Uhr

    Zuerst mal genüsslich mein Sonntagsmorgenessen mit Züpfe, Butter und Honig eingenommen, bevor ich mich an der “Mary” (Geschirrspüler) zu schaffen machte.

    Geschirrspüler funktioniert nun auch

    Den das Ding wollte bereits am Donnerstag nicht die Klappe halten. Heisst wenn man ein Programm startete und die Tür schloss, rastete diese nicht ein, und das Programm wurde wieder beendet. Wie im Männerhaushalt üblich wussten wir uns mit verkeilten Dachlatten zu helfen. Allerdings als ich am Freitag den Geschirrspüler öffnete war das Geschirr noch klatsch nass, aber es leuchteten zwei rote LED’s. Eines neben einem S, ich nehm an das der Maschine das Regenerationssalz fehlte. Aber im Haus auch keines zu finden war.
    Die zweite LED deutete wohl auf nicht vorhandenen Glanzspühler hin, von welchem aber noch vorrätig war.
    Da ich gestern auch das Regenerationssalz auf die Einkaufsliste gesetzt hatte, konnte ich das heute nachfüllen. Und man sehe und staune auch die Tür blieb zu, und das Programm lieferte gute Ergebnisse.

    Ansonsten basteltet ich fast den ganzen Tag an der IT rum, damit ich mit nur einem Mobilerouter sowohl die Geräte im Haus, als auch die im Funkanhänger an’s Internet brachte.

    Wettermässig könnte man meinen das es noch April wäre. Einmal drückte die Sonne durch :

    Am Sonntag 05.05.2019 drückte ab und mal die Sonne durch...

    Und eine halbe Stunde später wieder wildes Schneegestöber :

    ...dann wieder wildes Schneegestöber

    So zog sich das abwechselnd durch den ganzen Tag.

    Zum Abendessen machte ich mir noch Kartoffelstock mit einer Bratwurst :

    Am Sonntag den 05.05.2019 machte ich mir zum Abendessen ein Sonntagsmenü

    Übrigens :
    Auch hier wartete das Institut (von welchem ich angestellt werde) darauf bis die Swisscom die Gnade besitzt wegen der Festnetztelefonie zum oberen und unteren Graffenrieder etwas zu unternehmen.
    Dabei wären die Drähte noch ganz, zumindest die welche zum ‘unteren Graffenrieder’ führen :

    Strom- und Telefonleitungen zum 'unteren Graffenrieder'

    Strom- und Telefonleitungen zum 'unteren Graffenrieder'

    Aber wenn man hier den Telefonhörer abnimmt kein Summton :-(
    Zum Glück habe ich meine VOIP-Telefonanlage mitgenommen, sodass ich mittlerweile mit zwei Funktelefonen im ganzen Haus gemütlich rumlabbern kann :-)

  3. Heute habe ich noch zwei Video’s gemacht.

    Das erste Video erinnert mich irgendwie an das Berner Oberland, obwohl dieses eine Passage im Berner Jura vom ‘unteren Graffenrieder’ zum ‘oberen Graffenrieder’ zeigt :

    KLICK HIER

    Und das zweite Video mach ich beim ‘oberen Graffenrieder’, wo sich der Stall für die Kühe befindet, einen 360° Kameraschwenk :

    KLICK HIER

    Das wars von heute ;-)

  4. Heute habe ich versucht weiter Zäune zu reparieren, was mir bei dem ‘Hudelwetter’ leider nicht lange gelang, da es Waagrecht geregnet hat.

    KLICK HIER

    Darum habe ich nach 2 Stunden mit der Arbeit aufgehört, weil ich völlig durchnässt, und wegen des Windes angefangen habe zu frieren. Ich möchte dann nicht mit einer Erkältung im Bett liegen.

  5. Die Tage hier oben “fliegen” ins Land, und ich frag mich jeweils wo die Zeit hingekommen ist ;-)
    Trotzdem ist es mal wieder an der Zeit hier zu berichten was ich so mache.

    Bevor die Kühe, Rinder und Kälber hier rauf kommen, müssen natürlich erst mal alle Zäune kontrolliert, und gegebenenfalls repariert werden. Und diese Arbeit nimmt momentan die Hautpzeit meiner Tätigkeit in Anspruch. Dabei werde ich von Meinrad (mit dem ich als erfahrener Älpler den Sommer hier verbringen werde) hervorragend angewiesen, und instruiert.
    Meinen Händen sieht man gut an das ich mit Stacheldrähten herumwerkle ;-)
    Auch spürte ich schon einige Male das Nachbarn bereits ihren Elektroviehhüter in Betrieb genommen haben :shock:

    Dazwischen sind immer mal wieder kleinere Arbeiten zu erledigen, die von “dritten” ausgelöst wurden. Wie zum Beispiel folgender Zettel den ich am 8. Mai bei der ersten Postsendung vom Pöstler mit dabei hatte :

    Meldung von dem Pöstler am 8. Mai 2019

    Diese Mail gab ich an meine Vorgesetzte weiter welche mir am Montag einen Briefkasten hochbrachte, welchen ich am Abend noch an der Haupteingangstüre montierte :

    Am 13. Mai 2019 den zur Verfügung gestellten Biefkasten an der Tür montiert

    Naja die Post wurde mir bereits am Vormittag gebracht, und bis heute kam leider nix mehr :-(

    Eine weitere Sache ist das mit meinem Funkanhänger. Als ich hier hoch kam stellte ich diesen auf dem Vorplatz ab, wo mir aber schnell gesagt wurde das ich Ihn früher oder später hinter das Haus stellen müsse. So tat ich das am letzten Wochenende dann auch :

    Funkanhänger hinter dem Haus

    Nur leider ist hinter dem Haus die Sonneneinstrahlung auf meine zwei Solarpanels auf dem Dach des Funkanhängers leider so gering, das gestern Nacht zum ersten mal der Tiefentladeschutz angesprochen hat, und alle Verbraucher wie das Freifunk-Wlan und den Gateway ausgeschaltet hat :-(
    Deshalb fragte ich Meinrad nach einem besseren Platz für den Funkanhänger, wo die Sonne länger auf die Solarpanels scheint. Er machte mir den Vorschlag es mal hinter der Wäscheleine beim Grillplatz zu versuchen.
    Gestern Abend nach 18 Uhr stellte ich den Funkanhänger dorthin um :

    Neuer Standplatz für meinen Funkanhänger seit 16. Mai 2019

    Natürlich reichten die knappen zwei Stunden Sonne dann nicht mehr um die Batterien voll zu laden, sodass heute morgen um 2 Uhr der Tiefentladeschutz ein weiters mal ansprach.
    Nun bin ich aber guter Hoffung das heute wieder genügend Strom “reinkommt” damit die Batterien wieder voll geladen werden können.

    Bereits vorgestern wurde mir eine weitere Maschine hochgebracht, mit der ich diesen Sommer arbeiten darf. Bereits am morgen startete ich diese, um weitere Zaunpfähle und mein Werkzeug an Ihren Bestimmungsort zu bringen :

    Mein zur Verfügung gestellter Bührer Spezial Traktor...

    Dabei handelt es sich um einen Bührer Spezial Traktor, der wie in diesem Bild zusehen, auch mit Allradantrieb ausgerüstet ist :

    ... wie man sieht mit Allradantrieb

    Was bei dieser hügeligen Gegend sicher von Vorteil ist.
    So brauch ich nun nicht mehr soweit mit Werkzeug, Pfählen und Vorschlaghammer laufen, was sicher eine gewaltige Erleichterung für mich ist.

    Das wärs mal wieder was ich hier oben so mache, ansonsten geniess ich die abgeschiedenheit und Ruhe :lol:

  6. Wärs nicht besser, den Funkanhänger per Stromnetz anzuschliessen? Das müsste ja sicher irgendwo eine Steckdose haben, die man mit einem lange genugen Kabel benutzen könnte. Oder läuft da drin alles auf 12 Volt? Bei meiner Mutter im Keller steht noch ein (dampfbetriebenes) Autobatterieladegerät herum, was 6/12 Volt kann. Das könnt ich dir entweder bringen oder per Post schicken. Passt zwar vermutlich nicht in deinen neuen Briefkasten, aber was solls? :)

    Oh und ich wusste gar nicht, dass es Allrad-Traktoren gibt!

    • Salü Venty

      Im Funkanhänger ist natürlich alles auf 12 Volt ausgelegt.
      Aber hab auch immer einen kleinen Generator dabei, der bei 230 Volt eine Leistung von 1600 Watt liefert, den ich bei wenig Strom nach draussen stellen, und tuckern lassen kann.
      Also hab ich auch einen Anschluss mit dem ich 20 Meter um den Anhänger eine 230 Volt Steckdose anzapfen kann ;-)
      Damit dann vor allem die Batterien geladen werden können ist selbstverständlich auch ein älteres Batterieladegerät an Board.
      Also alles wie Du es vorschlägst ist bereits möglich.

      Solange noch keine Tiere da sind ginge das alles auch, aber wenn die dann mal hier sind, kann/will ich das Kabel nicht mehr einfach durch die Wiese legen…

      Aber hoffentlich wird es auch mal wieder besser werden, sodass von den beiden Solarpanels auch wieder genügend Strom geliefert wird. Den der neue Standort garantiert das den ganzen Tag die Sonne darauf scheinen könnte.

      Guten Wochenstart wünscht Aschi

  7. Gestern Morgen um kurz vor 7 Uhr hörte ich im “unteren Graffenrieder” zwei Traktoren den Berg hoch kommen, schnell noch meine angefangene Arbeit erledigt, startete ich den Bührer und folgte den beiden zum “oberen Graffenrieder”.

    Hier wurden die beiden Anhänger auch bereits entladen, es war die erste Fuhre der 4-beinigen Sömmerungsgäste :

    Erste Fuhre 'Sömmerungsgäste' am 23.05.2019 um 7 Uhr

    Danach machte ich mich daran weitere Zäune instand zu stellen.
    Bis um 9:35 Uhr die zweite Fuhre eintraf :

    Zweite Fuhre 'Sömmerungsgäste' am 23.05.2019 um 9:35 Uhr beim eintreffen

    … und auch diese kurz danach entladen war :

    Zweite Fuhre 'Sömmerungsgäste' am 23.05.2019 um 9:46 Uhr entladen

    Ich wurde gebeten dafür zu sorgen das zwischen 12 und 12:30 Uhr genügend Glut zum grillieren vorhanden ist. Als kurz nach 12 Uhr schliesslich noch die 3. Fuhre, zum Teil im “oberen Graffenrieder” aber auch im “unteren Graffenrieder” entladen war :

    Dritte Fuhre 'Sömmerungsgäste' im unteren Graffenrieder am 23.05.2019 um 13:28 Uhr

    Nach dem gemeinsamen Mittagsessen, standen noch Die letzten vorbereitungen an, damit Abend’s die Kühe auch gemolken werden können.

    Melkutensilien sind bereit

    Als es soweit war erhielt ich auch meine weiteren Aufgaben erklärt, wie Kühe von der Weide in den Stall treiben, Kälber säugen, und Stall reinigen.

    Um 21 Uhr kehrten wir in den “unteren Graffenrieder”, oder besser unser zu Hause zurück, wo aber auch die Kälber noch unsere Aufmerksamkeit forderten.

    Nach einem kurzen Abendessen fiel ich Hundemüde um kurz nach 22 Uhr ins Bett.

    Womit Aschi’s Alpsaison 2019 nun definitiv beginnt.

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