Au revoir Cormoret, Salü Berner-Oberland

Leider klappte es im Oktober nicht eine Anschlussstelle an die Stelle im Berner-Jura zu finden, weshalb ich mich eine Woche vor Ende Oktober für das Angebot meiner Schwester entschied.
Den Sie hatte mir angeboten bevor ich irgendwo auf der Strasse in meinem Funkanhänger leben müsse, könne ich in Ihr “Häxehüsli” in Blausee-Mitholz kommen.

So packte ich am 28. und 29. Oktober meine 7 Sachen zusammen, auch wenn ich wegen der arbeiten an der Freileitung immer mal wieder ausgebremst wurde.
Am 30. Oktober war um 8 Uhr morgens mein Zügelzug bereit :
Am 30. Oktober um 8 Uhr morgens steht mein Zügelzug vor dem 'unteren Graffenrieder' zur Abfahrt bereit
In der Hoffnung das der Nebel nicht noch dichter wurde, ging es mit meinem Gespann erst mal tüchtig den Chasseral hoch Richtung Mörigenberg, wo der Nebel sich verzogen hatte, und ich noch das letzte Foto knipste, vom Tal in welchem ich das letzte halbe Jahr verbrachte :
Ein letzter Blick zurück in die Suppe, bevor es über den Chasseral hinunter ins Seeland geht
Schliesslich über den Chasseral, und auf der anderen Seite mit angezogener Wagenbremse langsam wieder runter, durch La Neuveville ins Seeland.
Weiter über Erlach, Kerzers, Laupen, Mittelhäusern, Niedermuhlern, Riggisberg, Wattenwil, Wimmis, bis ich um ca. 17 Uhr beim “Häxehüsli” in Blausee-Mitholz eintraf.
Das 'Hexenhäuschen' in dem ich seit November 2019 lebe
Natürlich war ich froh auch diese lange Reise mit meinem Oldtimer ohne verkehrstechnischen Probleme oder Ausfall überstanden zu haben :lol:

Auch wenn dieses ‘Hexenhäuschen’ nebst einem kleinen 00-Kabinett (aber mit Wasserklosett), nur noch eine Küche :
Die Küche des 'Hexenhäuschen'
… und einen weiteren Raum, den ich als Wohnzimmer, Büro, und Schlafraum nutze :
Stube, Büro, und Schlafzimmer des 'Hexenhäuschen'
… bin ich doch froh nicht in meinem Funkanhänger leben zu müssen.

Daher Danke an meine Schwester für Ihr Angebot.

Meine Alpsaison im Graffenrieder geht zu Ende

Die Alpsaison mit den Tieren ging am Freitag 4. Oktober 2019 zu Ende, als die restlichen über 100 Kälber von den verschiedenen Bauern von der Alp Graffenrieder abholten.
Unsere Milchkühe wurden bereits Ende August ins Tal gebracht.

Da ich für die Berichterstattung auf dieser WEB-Seite kaum Zeit fand, möchte ich in diesem Beitrag nachträglich noch auf einige “Highlights” eingehen.

Zu meinen Aufgaben zählte unter anderem das holen der Milchkühe von einer der Weiden in den Stall, damit sie vom Älpler (Meinrad) im Stall in die Baren gesperrt werden konnten, um anschliessend gemolken zu werden. Dies stand täglich zweimal auf dem Programm, sowohl am morgen wie auch am späteren Nachmittag.
Wenn ich vom Stall losging rief Meinrad jeweils den Kühen, und ich war gespannt ob sie wie im folgenden Video selbst kommen :

KLICK, für das Video vom 16.06.2019 ‘Milchkühe kommen zum melken’

oder ob ich, wie meist am morgen früh, die Kühe zu Fuss von der Weide in den Stall treiben müsste.
Sehr wahrscheinlich war es eben am morgen noch zu dunkel, und die Kühe fanden den Weg nicht ;-)

KLICK, für das Video vom 17.06.2019 um 04:30 ‘Tagesanbruch’

 Doch nicht immer war das Wetter so herrlich wie in den letzten beiden Video’s, so das ich in Regenmontur die Kühe holen musste, und danach froh war aus dem Stall hinaus dem Regenwetter zu zusehen :

KLICK, für das Video vom 20.06.2019 vom Regenwetter aufgenommen aus dem Stall

 Anfang Juli 2019 wurde schliesslich auch die Heuwiese im ‘unteren Graffenrieder’ gemäht, sodass Meinrad mit meinem Bührer das Ballenförderband im ‘oberen Graffenrieder’ um den Stall herum bereitstellen musste :

KLICK, für das Video vom 04.07.2019 ‘Ballenförderband bereitstellen

 Des weiteren war ich auch zuständig auf dem Feldweg zum ‘unteren Graffenrieder’ die Schlaglöcher auszubessern, was nicht immer einfach war wenn dort noch Rinder waren ;-)

KLICK, für das Video vom 18.07.2019 ‘Strassenarbeiten’

 Immer wieder genoss ich es wenn die ‘brave Rinderherde’ gleich vis-a-vis vom ‘unteren Graffenrieder’ auf der Weide war. Nicht nur das einem das bimmeln ihrer Glocken weckte wenn sie morgens am Brunnen ihren Durst stillen kamen.
Naja und da versuchte ich mal eine neue Sportart, nämlich Kälber-Wasserball ;-)
Allerdings erstaunte es die Kälber mehr, als das sie wirklich spielten :

KLICK, für das Video vom 20.07.2019 ‘Kälber-Wasserball’

Am 8. August als ich die Milchkühe von der Weide in den Stall treiben wollte, bemerkte ich weit unten noch eine liegende Kuh, also ging ich runter und näherte mich von vorne der Kuh. Schliesslich stand sie auf, und als ich hinter sie trat, bemerkte ich das da hinten was rausguckte. Mit dem PMR-Funkgerät informierte ich Meinrad das ich eine Kalbende Kuh aufgescheucht hätte, und das ich wohl länger bräuchte bis ich wieder in den Stall zurückkommen würde.
Bis Meinrad bei uns war, hatte ich meinen Job als Geburtshelfer bereits erledigt.
Wir entschieden das Kalb und die Kuh den Hang hinauf auf eine ebenere Fläche zu bringen, bevor wir uns dem melken zuwandten.
Kuh mit Kalb am 08.08.2019 morgens um 04:57 Uhr
Nach dem melken schnappte Meinrad das ‘Kälbertaxi’ (Schiebkarre mit Stroh), und wir machten uns zu Kuh und Kalb, und zügelten die beiden auf den ‘Kälberbunget’.

Da es gegen Ende August bereits wieder kühler wurde, und im ‘unteren Graffenrieder’ der Holzvorrat aufgebraucht war, war ich froh als meine Schwester mit Ihrem Mann Heinz Ihren Besuch ankündigte. Sie begannen mit dem Holzsägen im ‘oberen Graffenrieder’, damit wir unten wieder heizen konnten.
Meine Schwester mit Ihrem Mann 'Heinz' am Holzen im 'oberen Graffenrieder' am 21.08.2019
Als Sie wieder gegangen waren erhielt ich schliesslich eine Brennholzfrässe aus dem Tal geliefert, und konnte so den Rest des Holzes bequem zersägen, und in den ‘unteren Graffenrieder’ führen.

Nachdem unsere Milchkühe ins Tal geführt waren, erstellte ich am 27.08.2019 mal wieder ein Kameraschwenk im ‘oberen Graffenrieder’ :

KLICK, für das Video vom 27.08.2019 ‘Kameraschwenk oberer Graffenrieder’

Und schliesslich am 14.10.2019 noch ein Kameraschwenk beim ‘oberen Graffenrieder’, in herbstlichem Kleid.

KLICK, für das Video vom 14.10.2019 ‘Kameraschwenk oberer Graffenrieder’

Noch ein paar Bilder von der wirklich schönen Gegend hier :
Herrliche Morgenstimmung am 26.05.2019 um 05:46 Uhr vom 'oberen Graffenrieder' im Berner JuraDoppelregenbogen vor dem 'unteren Graffenrieder' am 28.05.2019 um 20:36 Uhr
Monduntergang am 17.07.2019 um 05:20 Uhr im 'oberen Graffenrieder'
Sonnenaufgang am 04.08.2019 um 05:26 Uhr im 'oberen Graffenrieder'
Sonnenaufgang mit Nebelmeer am 21.08.2019 um 05:56 Uhr
Hab mit meiner Entscheidung hier hin zu gehen nichts zu bereuen, habe für’s Leben wieder viel, vor allem Dank Meinrad gelernt.
Dafür möchte ich Ihm ganz herzlich Danken.

Jetzt bleibt mir, eine neue Arbeit und bleibe zu finden, und hoffe das ich abermals etwas passendes finden werde.

An der Viehshow in Tavannes

Zum Abschluss meines 1-wöchentlichen Aufenthaltes im Talbetrieb meines Arbeitgebers, ging es heute über Mittag mit Meinrad an die Viehshow nach Tavannes.
Letztes Jahr holte das Hospice Le Pré aux Boef, mein Arbeitgeber, an diesem Anlass mit der Kuh “Diva” auch einen Preis.

Nach dem eintreffen suchten wir erst mal unsere Vorgesetze, welche bereits einige Stunden vor uns mit 3 gestylten Kühe an diesen Anlass ging. Nachdem wir Sie gefunden hatten, entschieden Meinrad und ich, unser Mittagessen einzunehmen. Danach war für mich Zeit durch die Reihen zu gehen um mich ein wenig umzusehen.

 Viehshow in Tavannes am 11.10.2019

Dabei erfreute mich das ich auch noch ein paar “richtige”, naturbelassene Kühe erblickte ;-)

'Gehörnte' Kühe an der Viehshow in Tavannes am 11.10.2019

 Da ich noch nie an einer Viehshow war, erstaunten mich zwischendurch die kostümierten Rinder :

Kostümierte Kälber an der Viehshow in Tavannes am 11.10.2019
Kostümierte Kälber an der Viehshow in Tavannes am 11.10.2019

Wobei ich wenig später erfuhr weshalb die Kälber, und die Kinder der Bauern, kostümiert wurden. Den diese werden als Auflockerung zwischen den verschiedenen Kategorien in den Ring gebeten und interviewt. Dabei entstehen immer mal wieder lustige Situationen, wenn die Kälbchen nicht so wollen, wie Ihre jungen Begleiter ;-)

Anklicken für den Film von den Kälbern an der Viehshow in Tavannes am 11.10.2019

Danach war es an der Zeit mit den 3 Milchkühen vom Le Pré aux Boef in den Ring zu gehen, um sie bewerten zu lassen.

Le Pre-aux-Boef Kühe an der Viehshow in Tavannes vom 11.10.2019

Leider wurden dieses Jahr andere Kühe höher bewertet.
Wodurch wir aber bei Zeiten wieder nach Hause konnten, um die anfallenden Stallarbeiten erledigen zu können.

Wie bereits erwähnt war dies das erste mal, das ich an einer öffentlichen Viehshow teilnehmen konnte.

Deshalb Danke für dieses Erlebnis

Wetterstation für ‘Graffenrieder’

Nach fast zwei Wochen durcharbeiten freute ich mich auf ein 3 tägiges Wochenende auf der Alp Graffenrieder.
Von Samstag auf Sonntag war auch ein Besuch von Regula mit der Mira, und meinem Bruder Turi eingeplant. Turi hatte mir bereits gesagt das er zu mir rauf auch eine gleiche Wetterstation mitbringen werde, welche er bereits für den Schopf zugelegt hat. Vor ca. einer Woche integrierte ich ihm diese in die dortige Haussteuerung.
So konnte ich bereits nach meinem Feierabend die ersten Massnahmen zum einbinden für die Wetterstation in diese WEB-Seite vornehmen.

Gestern zur Mittagszeit traf der Besuch schliesslich auch ein.
Nach dem das Mittagessen eingenommen war, wurde schliesslich mit den zusammenbau und der Montage der Wetterstation begonnen.
Display und Innensensoren zur Wetterstation Eurochron EFWS2900
Aussensensoren zur Wetterstation Eurochron EFWS2900
Zwischendurch erhielt ich noch einen Anruf wegen einem Rind das abseits der Herde von der Chefin entdeckt wurde, und in den Stall zwecks weiterer Abklärung verfrachtet werden musste.
Mittlerweile war die Wetterstation soweit eingerichtet, nur wollte diese die Daten nicht an einen Internetwetterdienst senden. Dieses Problem kannten wir bereits, weshalb wir uns anderen Dingen zuwandten.
Irgenwann war schliesslich Schlafenszeit…

Sonntag morgen bei Zeiten erwachte ich, und bemerkte das Mira (Hund) leise winselnd zu mir mir ins Zimmer kam. Daher war aufstehen angesagt, wo ich im Aufenthaltsraum bereits auf Regula traf.
Als wir die Treppe runter gingen, kam auch bereits Turi aus der Küche.

Der Sonntag konnte also kommen, auch wenn immer mal wieder Nebelschwaden den Berg hochkamen, konnten wir trotzdem einen schönen Sonnenaufgang bewundern.
Nachdem Morgenessen nahmen Turi und ich verwundert zur Kenntnis das die Wetterstation noch immer keine Daten an den Wetterdienst gesendet hatte :?:
Daher entschloss ich mich die APP auf meinem Handy zuinstallieren, und es so nochmals zu versuchen, wo es schliesslich auch klappte.
Nach ein paar Änderungen in der Haussteuerung klappt es nun auch die Daten wie folgt auf dieser WEB-Seite anzuzeigen :

Oder aber mit Historienaufzeichnung unter diesem Link.

Um kurz vor 12 Uhr machten sich Regula, Mira und Turi auf den Heimweg.

Vielen Dank den beiden für den netten Besuch, und die ‘mitbringsel’.

Pfingsten 2019

Bereits vor mehr als einer Woche wusste ich das ich vom Pfingstsamstag bis und mit Pfingstmontag frei habe.
Deshalb nahm ich mir vor mit meinem Bührer und meinem Funkanhänger bei gutem Wetter auf den Chasseral zu fahren, um den teilnehmenden Stationen ein paar Punkte zu verteilen.
Am 5. Juni erhielt ich von Markus (Icemaker 78)  eine Anfrage ob man mich besuchen kann, und das er sich für den Pfingstcontest 2019 angemeldet hätte, und weil er in der Region am Campen ist, vom Chasseral daran teilnehmen wird. Auf diese Nachricht freute ich mich umso mehr auf Samstag.

So ging es Sasmstag morgen erst mal noch meine Einkäufe erledigen, und spannte danach meinen Bührer von den Funkanhänger, und belud diesen mit den Sachen die ich benötigte.
Da ich mit Meinrad (Älpler) bereits Anfangs Woche nach einem Weg direkt auf den Chasseral gesucht hatte, der Weg aber mindestens an einem Ort noch mit einer dicken Schneedecke bedeckt war, wusste ich das ich leider erst nach Saint Immier runter fahren musste, um dort dann auf den Chasseral zu fahren.
So fuhr ich um 11:30 Uhr vom Graffenrieder los, und war ca. nach 70 Minuten auf dem Chasseral :
Karte der Fahrtroute vom 'Graffenrieder' auf den Chasseral
Etwa 50 Meter vor dem Hotel-Chasseral sah ich ein Verbot für Camper und Wohnwagen, etwas verunsichert fuhr ich erst mal auf den nächsten Parkplatz. Noch nicht mal den Motor richtig ausgeschaltet, fuhr neben mir auch Markus (Icemaker 78) mit seinem zwei ein.
Auch er erklärte mir das er vernommen hätte das Campieren hier oben nicht erlaubt sei !
Aber wir wollen eigentlich unserem Hobby nachgehen, was ich nicht als Campen bezeichnen möchte. Auf alle Fälle marschierten wir erst mal Richtung Sendeturm, wo Markus noch SOTA betrieb, während ich einen 360° Kameraschwenk wegen der Aussicht aufnahm :

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Natürlich darf auch ein Panoramafoto Richtung Seeland nicht fehlen :
Panorama vom Chasseral Richtung Seeland
Danach hatte ich erst mal einen Hunger, deshalb spazierte ich zurück zum Restaurant während Markus und sein zwei weiter mit SOTA machten.
Im Restaurant genehmigte ich mir erst mal einen Fleisch-Käseteller, ehe ich meine Funkanlage für den Funkbetrieb vorbereitete :
Icemaker 78 und Nepro 79 auf dem Chasseral bereit für den Pfingstcontest 2019
Danach ging es los, ich bot Markus meine Anlage im Funkanhänger an um am Pfingstcontest teilzunehmen, welches er auch annahm. Und somit die Anlage wieder mal richtig ‘entstaubt’ wurde.
Muss sagen das der Standort da oben nicht von schlechten Eltern ist, konnten die meisten anderen teilnehmenden sowohl gehört werden, aber auch Sie hörten uns.
Die Zeit verging wie im Flug, wir aber es doch noch schafften um kurz nach 18 Uhr uns nochmals auszuklinken, und im Restaurant unser Abendessen einzunehmen.

Danach holte Markus noch sein laaaanges Mitbringels aus dem Auto, und gab hier oben ein ‘Ständchen’ :
Icemaker 78 am Alphornspielen auf dem Chasseral
Da Fotos leider nicht vermitteln können wie das tönt, hier noch ein ein kleines Video :

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Danach noch eine Runde CB-Pfingstcontest, bis ich mich um kurz nach 22 Uhr von den beiden hier oben verabschiedete und zurück nach Hause in den Graffenrieder fuhr.

Vom Wetter her ein ganz idealer Tag, auch funkmässig konnten im gegensatz zu den zwei letzten Jahren, diesmal schöne QSO’s ‘gefahren’ werden.

Vielen Dank den beiden Icemaker’s mit denen ich diesen genialen Tag auf dem Chasseral verbingen durfte.

Alle Tiere im Sommerurlaub eingetroffen

Nachdem sich die eigenen Tiere vom Hospice Le Pré-aux-Boeufs bereits über eine Woche auf der Alp Graffenrieder eingewöhnen konnten, brachten die letzten beiden Tage verschiedene Landwirte auch Ihre Tiere zur Sömmerung zu uns hoch.

Sodass mittlerweile zwischen 100 und 120 Rindviecher die zahlreichen Weiden vom zuwachsen freihalten, und die feinen Gräser und Kräuter geniessen.